Angelika Mann: Leben, Karriere, Familie und Tod

Ingmar Rosenwald
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Angelika Mann gehörte über Jahrzehnte zu den bekannten Sängerinnen und Schauspielerinnen aus der DDR-Unterhaltung. Wegen ihrer kleinen Körpergröße und ihrer großen Bühnenpräsenz wurde sie liebevoll „die Lütte“ genannt. Besonders bekannt wurde sie durch ihre Zusammenarbeit mit Reinhard Lakomy und ihre Stimme im Kinderklassiker Der Traumzauberbaum.

Später arbeitete Angelika Mann auch als Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Am 21. Januar 2026 starb sie im Alter von 76 Jahren nach einer Krebserkrankung, wie ihre Familie bestätigte.

Wer war Angelika Mann?

Angelika Mann wurde am 13. Juni 1949 in Berlin geboren. Von 1969 bis 1973 ließ sie sich zur Sängerin und Pianistin ausbilden. Danach begann ihre professionelle Karriere in der ostdeutschen Musikszene.

Sie war nicht nur Sängerin. Im Laufe ihres Lebens arbeitete sie außerdem als Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin und stand mehr als fünf Jahrzehnte auf der Bühne.

InformationDetails
NameAngelika Mann
Spitzname„die Lütte“
Geboren13. Juni 1949
GeburtsortBerlin
Gestorben21. Januar 2026
Alter76 Jahre
BerufeSängerin, Schauspielerin, Kabarettistin, Moderatorin
TochterUlrike Weidemüller
Bekannt fürDer Traumzauberbaum, Obelisk, Theater

Wie begann Angelika Manns Karriere?

In den frühen 1970er-Jahren arbeitete Angelika Mann unter anderem mit der Klaus-Lenz-Bigband sowie mit Musikern wie Uschi Brüning, Manfred Krug, Günther Fischer und Reinhard Lakomy.

1973 gelang ihr der größere Durchbruch in den DDR-Medien. Später trat sie zunächst mit Angelika Mann und Band und ab 1980 mit der Gruppe Obelisk auf.

Angelika Mann und Reinhard Lakomy

Ein wichtiger Abschnitt ihrer Karriere war die Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Musiker Reinhard Lakomy. Durch gemeinsame Produktionen erreichte Angelika Mann ein großes Publikum.

Besonders eng ist ihr Name mit Lakomys Kinderprojekt Der Traumzauberbaum verbunden. Ihre markante Stimme wurde dadurch auch vielen Kindern und Familien bekannt.

Der MDR bezeichnete Mann nach ihrem Tod als langjährige Weggefährtin Lakomys und erinnerte an ihre wichtige Rolle in der DDR-Unterhaltung.

Welche Lieder machten Angelika Mann bekannt?

Zu den Titeln, die mit ihrer Karriere verbunden werden, gehören unter anderem „Kutte“, „Champus-Lied“ und „Was treibt mich nur“. Auch das „Regenlied“ aus Der Traumzauberbaum blieb vielen Hörern in Erinnerung.

Ihre Musik bewegte sich zwischen Rock, Jazz, Unterhaltungsmusik und Kinderproduktionen. Gerade diese Vielseitigkeit prägte ihre lange Karriere.

Angelika Mann als Schauspielerin und Entertainerin

Angelika Mann beschränkte sich nicht auf Musik. Schon zu DDR-Zeiten wirkte sie in Film- und Fernsehproduktionen wie Die Leiden des jungen Werthers und Bürgschaft für ein Jahr mit.

Nach ihrer Übersiedlung in den Westen wurde das Theater zu einem noch wichtigeren Teil ihrer Arbeit.

Große Theaterrollen von Angelika Mann

1987 spielte sie Lucy in „Die Dreigroschenoper“ am Theater des Westens. Die erfolgreiche Inszenierung wurde später auch außerhalb Berlins gezeigt.

Weitere Bühnenstationen waren unter anderem:

  • Lysistrata am Schauspiel Köln
  • Hänsel und Gretel im Berliner Friedrichstadtpalast
  • Die Hexe Baba Jaga in Dresden
  • Kalender-Girls
  • Heiße Zeiten – Wechseljahre
  • Höchste Zeit

Auch der rbb setzte über viele Jahre auf Angelika Mann. Als Märchenhexe war sie regelmäßig im Adventsprogramm des Senders zu sehen. Der rbb berichtete 2015 bereits von ihrem 17. Einsatz in dieser Rolle.

Warum verließ Angelika Mann die DDR?

1984 stellte Angelika Mann einen Ausreiseantrag. Ein Jahr später durfte sie die DDR verlassen und zog nach West-Berlin.

Damit musste sie beruflich teilweise neu beginnen. Der Neustart gelang jedoch schnell: Bereits wenige Jahre später feierte sie mit ihrer Rolle in der Dreigroschenoper einen großen Theatererfolg.

Nach dem Fall der Berliner Mauer trat sie wieder regelmäßig auf Bühnen im Osten Deutschlands auf. Ihre Karriere verband damit die Kulturlandschaften beider deutscher Staaten.

Angelika Mann privat: Ehemann und Tochter

Angelika Mann hielt Teile ihres Privatlebens aus der Öffentlichkeit heraus. Öffentlich bekannt ist, dass sie mit Ralf Rasch verheiratet war. Er begleitete und unterstützte sie auch während ihrer späteren Erkrankung.

Ihre Tochter Ulrike Weidemüller ist ebenfalls künstlerisch tätig. Über weitere private Familienangelegenheiten gibt es nur begrenzte zuverlässig bestätigte Informationen, weshalb darüber nicht spekuliert werden sollte.

Angelika Mann: Krankheit und Tod

2022 machte Angelika Mann öffentlich, dass bei ihr im Jahr zuvor Brustkrebs festgestellt worden war. Nach eigenen Angaben erhielt sie eine Chemotherapie, wurde operiert und anschließend bestrahlt. Trotz der Behandlung stand sie weiterhin auf der Bühne.

Zeitweise berichtete sie von guten Untersuchungsergebnissen und setzte ihre Arbeit fort. Im Januar 2026 bestätigte ihre Familie schließlich ihren Tod nach einer Krebserkrankung.

Angelika Mann starb am 21. Januar 2026 im Alter von 76 Jahren. Ihr musikalisches und schauspielerisches Werk, besonders ihre Verbindung zum Traumzauberbaum, bleibt ein wichtiger Teil der ostdeutschen Unterhaltungsgeschichte.

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Häufige Fragen zu Angelika Mann

Wann wurde Angelika Mann geboren?

Angelika Mann wurde am 13. Juni 1949 in Berlin geboren. Sie begann ihre professionelle musikalische Laufbahn Anfang der 1970er-Jahre.

Warum wurde Angelika Mann „die Lütte“ genannt?

Der Spitzname bezog sich auf ihre geringe Körpergröße. Freunde, Kollegen und Fans nannten sie über viele Jahre liebevoll „die Lütte“.

War Angelika Mann beim Traumzauberbaum dabei?

Ja. Angelika Mann wirkte bei Reinhard Lakomys Der Traumzauberbaum mit. Ihre Stimme wurde durch das erfolgreiche Kinderprojekt mehreren Generationen bekannt.

Hatte Angelika Mann Kinder?

Ja. Angelika Mann hatte eine Tochter namens Ulrike Weidemüller, die ebenfalls als Sängerin und Schauspielerin tätig ist.

Woran starb Angelika Mann?

Angelika Mann starb am 21. Januar 2026 nach einer Krebserkrankung. Ihre Familie bestätigte ihren Tod wenige Tage später gegenüber den Medien. Sie wurde 76 Jahre alt.

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